Der Schwarzwald gehört zu den schlossreichsten Regionen Deutschlands. Vom mächtigen Karlsruher Residenzschloss am nördlichen Rand bis zur Höhenburg Staufenberg über den Weinbergen Durbachs zieht sich eine Kette aus Burgen, Barockschlössern und Renaissance-Bauten durch das gesamte Land. Die meisten Anlagen sind heute öffentlich zugänglich, einige beherbergen Museen, andere werden als Hotel, Jugendherberge oder Hochschule genutzt.
Das Alte Schloss Altensteig thront hoch über der malerischen Altstadt von Altensteig im Nordschwarzwald und gilt mit seinem unzerstörten Wohnturm als einzige bis heute komplett erhaltene Burg des Schwarzwalds. Markant …
Mehr InformationenDas Alte Schloss Hohenbaden thront auf 410 Metern Höhe am Westhang des Battertfelsens oberhalb von Baden-Baden und gilt als eine der eindrucksvollsten Burgruinen Badens. Die mittelalterliche Anlage war einst Stammsitz …
Mehr InformationenDas Neue Schloss thront auf dem Florentinerberg oberhalb der Altstadt Baden-Badens und war vom späten 15. Jahrhundert bis zur Zerstörung 1689 die Residenz der Markgrafen von Baden. Seit 2004 ist …
Mehr InformationenDas Residenzschloss Rastatt ist die älteste Barockresidenz am Oberrhein und ein Versailles im Kleinen direkt am westlichen Rand des Nordschwarzwalds. Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, der "Türkenlouis", ließ die Anlage …
Mehr InformationenSchloss Eberstein thront seit über 750 Jahren auf einer Bergkuppe über dem Murgtal und ist heute eines der schönsten Ausflugsziele im Nordschwarzwald. Auf der Platanen-Terrasse der Schloss-Schänke genießen Wanderer und …
Mehr InformationenSchloss Favorite Rastatt ist das älteste und einzige nahezu unverändert erhaltene "Porzellanschloss" Deutschlands und beherbergt die weltweit größte Sammlung Meißener Porzellans aus der Frühzeit der Herstellung. Markgräfin Sibylla Augusta von …
Mehr InformationenSchloss Gottesaue steht im Otto-Dullenkopf-Park in der Karlsruher Oststadt und ist seit November 1989 Sitz der Hochschule für Musik Karlsruhe. Wer am Schloss vorbeispaziert, hört häufig Musikstudenten beim Üben ihrer …
Mehr InformationenDas Schloss Karlsruhe steht im geografischen Mittelpunkt der fächerförmigen Stadt Karlsruhe und ist Ausgangspunkt der 32 Radialstraßen, die der Residenzstadt ihren Beinamen "Fächerstadt" gaben. Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach legte …
Mehr InformationenSchloss Ortenberg thront auf einem Felssporn am Eingang des Kinzigtals zwischen Offenburg und Gengenbach und ist das Wahrzeichen der gesamten Ortenau. Das märchenhafte Anwesen wurde zwischen 1838 und 1843 im …
Mehr InformationenSchloss Staufenberg thront auf einem 383 Meter hohen Felsen über dem Weinort Durbach in der Ortenau und gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region. Auf der Sonnenterrasse mit Panoramablick …
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Im Zentrum der Fächerstadt steht das prachtvolle Schloss Karlsruhe, von dem aus die 32 Strahlen der barocken Stadtanlage ausgehen. Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach ließ es ab 1715 erbauen und gründete die Stadt zeitgleich auf der grünen Wiese. Die hufeisenförmige Anlage mit dem charakteristischen Schlossturm gehört zu den bedeutendsten Barockschlössern Deutschlands und ist das Wahrzeichen Karlsruhes.
Heute beherbergt das Schloss Karlsruhe das Badische Landesmuseum, das große kulturhistorische Museum für den badischen Landesteil. Die Sammlungen reichen von der Ur- und Frühgeschichte über die Antikensammlung von internationalem Rang bis zur berühmten „Türkenbeute“, einer einzigartigen Sammlung osmanischer Trophäen aus den Türkenkriegen Ludwig Wilhelms von Baden. Seit dem 29. September 2025 ist das Schloss wegen einer mehrjährigen Generalsanierung geschlossen. Das Badische Landesmuseum zeigt seine Ausstellungen währenddessen im Museum beim Markt und an weiteren Standorten in Baden. Der weitläufige Schlossgarten bleibt frei zugänglich.
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Mitten in der Stadt Rastatt, exakt auf der Achse zwischen dem elsässischen Fort Saint Louis und dem markgräflichen Schloss Ettlingen, steht die älteste Barockresidenz am Oberrhein. Das Residenzschloss Rastatt wurde zwischen 1698 und 1705 nach dem Vorbild von Versailles erbaut und ist das einzige nahezu vollständig erhaltene deutsche Schloss seiner Epoche. Bauherr war Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, im Volksmund Türkenlouis genannt. Architekt war der Italiener Domenico Egidio Rossi.
Die monumentale hufeisenförmige Anlage hat über 300 Räume und beeindruckt durch ihre vollständig erhaltenen Staatsappartements. Mittelpunkt ist der prachtvolle Ahnensaal mit Kolossalpilastern aus Stuckmarmor, vollplastischen Stuckfiguren, Deckenfresken und Ahnenporträts. Die Schlosskirche zum Heiligen Kreuz von 1719 bis 1721 gilt als barockes Schatzkästlein. Am 6. März 1714 stand das Schloss im Mittelpunkt der europäischen Geschichte. Prinz Eugen von Savoyen und der französische Marschall Villars schlossen hier den Frieden von Rastatt und beendeten damit den Spanischen Erbfolgekrieg. Im Schloss befinden sich zusätzlich das Wehrgeschichtliche Museum und die Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte.
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Auf einem Felsplateau am Westhang des Battertbergs liegt die imposante Ruine des Alten Schlosses Hohenbaden, rund 300 Meter über Baden-Baden. Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert war die Burg der Hauptsitz der Markgrafen von Baden und damit Namensgeber des gesamten Landes Baden. Markgraf Hermann II. begann um 1100 mit dem Bau der Oberburg, dem sogenannten Hermannsbau. Spätere Markgrafen erweiterten die Anlage zu einer Burg mit 100 Räumen, die heute zu den größten Burgruinen Süddeutschlands zählt.
Nach einem Brand im 16. Jahrhundert verfiel die Burg, blieb aber bis heute in ihrer Grundstruktur erhalten. Du kannst durch geheime Burgverliese streifen, die steilen Stufen hinauf zu Mauervorsprüngen und Aussichtsterrassen steigen und vom Turm einen Rundblick über Baden-Baden, den Schwarzwald und die Rheinebene bis zu den Vogesen genießen. Die Sage von der Grauen Frau, einer grausamen Markgräfin, die seither durch die Mauern geistern soll, gehört zum festen Bestandteil jedes Besuchs. Im Schloss befindet sich heute ein Restaurant mit Blick über das Rheintal.
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Wenige Kilometer von der Rastatter Barockresidenz entfernt, im Ortsteil Förch inmitten einer Parkanlage, liegt das einzige nahezu unverändert erhaltene Porzellanschloss Deutschlands. Schloss Favorite wurde ab 1710 im Auftrag von Markgräfin Sibylla Augusta von Baden-Baden, der Witwe des Türkenlouis, vom böhmischen Architekten Michael Ludwig Rohrer erbaut. Die kunstsinnige Markgräfin wollte hier ihre umfangreiche Sammlung kostbarer Keramiken präsentieren und schuf damit ein Lust- und Jagdschloss von europäischem Rang.
Die Sammlung umfasst heute rund 1.500 Stücke, darunter mehrere hundert chinesische Porzellane, böhmische Gläser und die weltweit größte Sammlung früher Meißener Porzellane. Sibylla Augusta gehörte zu den ersten Kunden der 1710 gegründeten Meißener Manufaktur. Zu den Höhepunkten des Rundgangs zählen die Sala terrena mit ihren blau-weißen Fliesen im Stil der Delfter Fayence, das älteste deutsche Spiegelkabinett, das Paradeschlafzimmer und das Florentiner Kabinett. Selbst Mark Twain ließ sich vom Schloss inspirieren und erwähnte es in seinem Roman „Bummel durch Europa“.
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Oberhalb von Gernsbach im Murgtal, umgeben von eigenen Weinbergen, liegt das geschichtsträchtige Schloss Eberstein. Die ursprüngliche Spornburg der Grafen von Eberstein wurde 1272 erbaut und mehrfach erweitert. Anfang des 19. Jahrhunderts ließ die badische Herrscherfamilie die Anlage zum Landschloss umbauen. Schloss Eberstein gilt als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung und wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg zum Denkmal des Monats Januar 2008 ernannt.
Bis zum Jahr 2000 war das Schloss noch Privatbesitz der Markgrafen von Baden und wurde dann von Max Markgraf von Baden verkauft. Heute beherbergt das Schloss ein 4-Sterne-Hotel mit 14 Zimmern sowie zwei Restaurants. Werners Restaurant wurde seit 2006 durchgehend mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet und gehört zu den besten Adressen der badisch-französischen Gourmetküche. Die Schlossschänke serviert regionale badische Küche in der historischen Atmosphäre alter Mauern und gotischer Räume. Auch ohne Übernachtung sind die Schlossanlage von außen und die Restaurants mit Blick über das Murgtal zugänglich.
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Auf dem Florentinerberg oberhalb der Altstadt von Baden-Baden steht das Neue Schloss. Markgraf Christoph I. verlegte 1479 seine Residenz vom Alten Schloss Hohenbaden hierher und umgab gleichzeitig die Stadt mit Mauern. Vom späten 15. Jahrhundert bis 1689 war das Schloss Hauptsitz der Markgrafen von Baden-Baden. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstörten französische Truppen die Anlage. Markgraf Ludwig Wilhelm verlegte die Regierungsresidenz daraufhin nach Rastatt. Das Neue Schloss wurde nur in bescheidenerem Rahmen wieder aufgebaut.
Im 19. Jahrhundert diente das Gebäude den badischen Großherzögen als Sommerresidenz und beherbergte das berühmte Zähringermuseum. Bedeutende Bauteile sind das dreigeschossige Hauptschloss, der Remisenbau, der Küchenbau, der Archivturm und das Kavaliershaus im Schlosshof von 1709. Im Oktober 2003 verkaufte Max Markgraf von Baden das Schloss an die kuwaitische Al-Hassawi-Gruppe, die hier ein Luxushotel mit 130 Zimmern plant. Das Schloss selbst und der Schlosspark sind aktuell nicht öffentlich zugänglich. Die Außenansicht vom Florentinerberg lohnt sich aber jederzeit, der Blick reicht über die Altstadt bis ins Rheintal.
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Am Eingang des Kinzigtals, umgeben von Weinbergen auf einer Anhöhe oberhalb des Ortes Ortenberg, liegt eines der bekanntesten Schlösser des Schwarzwalds. Schloss Ortenberg gilt als Wahrzeichen der Ortenau und sieht aus wie aus einem Märchen. Die ursprüngliche Burg wurde im 11. oder 12. Jahrhundert von den Zähringern zur Sicherung des Kinzigtals erbaut und 1233 erstmals urkundlich als „castrum Ortenberg“ erwähnt. Französische Truppen unter Marschall Créquy zerstörten die Anlage 1678 und erneut 1697.
Der heutige neugotische Bau entstand zwischen 1838 und 1843. Der livländische Kaufmann Gabriel Leonhard von Berckholtz aus Riga erwarb das Areal und ließ vom Architekten Friedrich Eisenlohr ein Schloss im englischen Stil auf den mittelalterlichen Ruinen errichten. Seit 1942 wird das Schloss als Jugendherberge genutzt und gilt als eine der schönsten Jugendherbergen Deutschlands. 146 Betten in 37 Zimmern stehen Schulklassen, Musikgruppen und Einzelreisenden zur Verfügung. Der Burgturm ist im Sommerhalbjahr für die Öffentlichkeit zugänglich und bietet einen Ausblick auf das Kinzigtal, Offenburg und den Schwarzwald.
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Auf 383 Metern Höhe liegt Schloss Staufenberg über der Gemeinde Durbach im Ortenaukreis. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert vom Herzogsgeschlecht der Zähringer erbaut, den Vorfahren der heutigen Markgrafen von Baden, und kann damit auf eine fast 1.000-jährige Geschichte zurückblicken. 1366 kam das Schloss erstmals in den Besitz der Markgrafen von Baden, seit 1693 gehört es endgültig der markgräflichen Familie. 1832 wurde die alte Burg zum Schloss im Stil der Romantik ausgebaut.
Heute ist Schloss Staufenberg vor allem für eines bekannt: das Weingut Markgraf von Baden. Die Steillagen rund um den Staufenberg werden seit Jahrhunderten mit Reben bepflanzt. 1782 ließ Markgraf Carl Friedrich hier den Ur-Klingelberger Riesling reinsortig anbauen, ein Meilenstein der deutschen Weingeschichte. Seit 2012 ist das Weingut Mitglied im renommierten Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Nach der Renovierung 2012 erstrahlen Innenhof und Gebäude in neuem Glanz. Im Schloss findest du die Weinstube Schloss Staufenberg sowie den Hofladen 1895 mit regionalen Produkten. Die Probierstube des Weinguts bietet außerdem Führungen und Weinproben direkt vor Ort.
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Hoch über der Stadt Altensteig im nördlichen Schwarzwald liegt das Altensteiger Schloss mit seinen beiden charakteristischen Rundtürmen, die im Volksmund „Himmel“ und „Hölle“ genannt werden. Der eindrucksvolle Wohnturm gilt als einzige bis heute unzerstörte mittelalterliche Burg des Schwarzwalds. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Anlage als „Castrum Altinstage“. 1398 gelangte sie durch Kauf an die Markgrafen von Baden, von 1482 bis 1577 residierten hier die markgräflich-badischen Obervögte. 1603 ging das Schloss an Herzog Friedrich I. von Württemberg über.
Heute beherbergt die mittelalterliche Anlage das Schlossmuseum mit Ausstellungen zur Stadtgeschichte und zu den typischen Berufen des Nordschwarzwaldes. Die historischen Gebäude selbst sind dabei die wichtigsten Zeitzeugen. Über mehrere Etagen verteilen sich die Ausstellungen, ergänzt durch wechselnde Sonderausstellungen wie die jährliche Schlossweihnacht, die 2025 ihr 40-jähriges Jubiläum feierte. Schlossführungen können gebucht werden. Regelmäßige Veranstaltungen wie das Altensteiger Gauklertreffen und der historische Handwerkerhof beleben das Schlossareal zusätzlich.
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Im Otto-Dullenkopf-Park in der Karlsruher Oststadt steht ein Renaissance-Schloss mit besonders bewegter Bau- und Zerstörungsgeschichte. Schloss Gottesaue wurde ursprünglich 1094 als Benediktinerabtei gegründet. Nach Zerstörung im Bauernkrieg ließ Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach zwischen 1588 und 1597 auf den Klosterruinen ein Renaissance-Schloss errichten. Der Entwurf stammt vom Straßburger Ratsbaumeister Johannes Schoch und war ursprünglich als Lusthaus konzipiert. Pfälzischer Erbfolgekrieg 1689, Großbrand 1735 und schließlich der Bombenangriff vom Mai 1944 zerstörten das Gebäude wiederholt.
Der heutige Wiederaufbau erfolgte in den 1980er Jahren. Die Außenfassade wurde nach historischem Vorbild rekonstruiert, das Innere als moderne Hochschule eingerichtet. Seit November 1989 beherbergt das Schloss die Hochschule für Musik Karlsruhe. Im ältesten Gebäude des heutigen Campus One befinden sich Unterrichtsräume, mehrere Konzertsäle wie der Velte-Saal und der Genuit-Saal mit Orgel sowie ein Hörsaal. Im Gewölbekeller liegt die Cafeteria, im ausgebauten Dachgeschoss die Bibliothek. Genaue Beobachter entdecken in der Renaissance-Fassade kleine moderne Details der Architekten, darunter eine eingelassene Cola-Flasche, ein Telefon und ein Space-Shuttle als augenzwinkernde Zeichen für die Bauzeit der Restaurierung.
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Wie viel Zeit solltest du einplanen? Für eine ausführliche Besichtigung des Residenzschlosses Rastatt oder des Schlosses Favorite musst du mindestens zwei bis drei Stunden einkalkulieren, da diese nur mit Führung zugänglich sind. Für Ruinen wie das Alte Schloss Hohenbaden reichen oft 60 bis 90 Minuten inklusive Aussicht. Wer Schloss Favorite und Residenzschloss Rastatt kombinieren möchte, sollte einen ganzen Tag einplanen.
Wann ist die beste Reisezeit? Die Schlossbesichtigungen sind ganzjährig attraktiv. Schloss Favorite ist allerdings von Mitte November bis Mitte März geschlossen. Burgruinen wie das Alte Schloss Hohenbaden zeigen sich im Frühherbst besonders stimmungsvoll. Im Sommer bietet sich Schloss Staufenberg mit Weinverkostung auf der Sonnenterrasse an. Im Winter lohnt sich die Schlossweihnacht in Altensteig.
Welches Schloss passt zu wem? Geschichtsinteressierte gehen ins Residenzschloss Rastatt und ins Schloss Favorite. Familien mit Kindern fühlen sich am Alten Schloss Hohenbaden mit seinen begehbaren Verliesen wohl. Genießer fahren zu Schloss Eberstein wegen des Sterne-Restaurants oder zu Schloss Staufenberg wegen der Weinprobe.
Wie kommst du am besten hin? Die meisten Schlösser sind mit dem Auto bequem über die A5 oder die A8 zu erreichen. Schloss Karlsruhe und Schloss Gottesaue liegen direkt im Zentrum von Karlsruhe und sind mit Straßenbahn und Bus angebunden. Schloss Ortenberg, Schloss Staufenberg und Schloss Eberstein erfordern aufgrund ihrer Höhenlage etwas mehr Zeit für die Anfahrt.
Das Residenzschloss Rastatt gilt architektonisch als die prächtigste und vollständigste Barockanlage der Region. Schloss Favorite ist mit seinen Porzellansammlungen und dem Spiegelkabinett innenarchitektonisch einzigartig. Für dramatische Lage steht das Alte Schloss Hohenbaden über Baden-Baden oder Schloss Staufenberg über Durbach.
Frei zugänglich sind die Burgruine Altes Schloss Hohenbaden, die Außenanlagen von Schloss Karlsruhe und Schloss Gottesaue sowie Schloss Staufenberg und der Burghof von Schloss Ortenberg im Sommer. Mit Führung besichtigt werden das Residenzschloss Rastatt und Schloss Favorite. Das Schlossmuseum Altensteig ist zu festen Öffnungszeiten geöffnet. Das Schloss Karlsruhe ist wegen Sanierung mehrere Jahre geschlossen. Das Neue Schloss Baden-Baden ist derzeit gar nicht öffentlich zugänglich.
Das Residenzschloss Rastatt, erbaut zwischen 1698 und 1705 nach dem Vorbild von Versailles, ist die älteste Barockresidenz am Oberrhein und damit eine der ältesten in Deutschland. Bauherr war Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, im Volksmund Türkenlouis genannt.
Das Alte Schloss Hohenbaden bietet Kindern den besten Erlebnischarakter mit echten Burgverliesen, steilen Treppen, Aussichtstürmen und der Sage von der Grauen Frau, alles bei freiem Eintritt. Auch Schloss Ortenberg mit seiner märchenhaften Optik und dem begehbaren Turm im Sommer ist ein Familienfavorit. Im Schloss Favorite begeistert die einzigartige Porzellansammlung auch ältere Kinder.
Schloss Eberstein in Gernsbach ist ein 4-Sterne-Hotel mit Michelin-Sterne-Restaurant und 14 Zimmern. Schloss Ortenberg bei Offenburg beherbergt eine der schönsten Jugendherbergen Deutschlands und kann sowohl für Gruppen als auch für Einzelgäste gebucht werden. Im Neuen Schloss Baden-Baden ist ein Luxushotel geplant, das aber noch nicht eröffnet wurde.
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