Das Schwabentor steht am östlichen Rand der Freiburger Altstadt in Oberlinden und gehört neben dem Martinstor zu den letzten beiden erhaltenen Stadttoren der mittelalterlichen Wehranlage. Errichtet wurde es um 1250 als östlicher Hauptzugang zur Stadt, durch den die Salzstraße aus dem Schwarzwald in die Innenstadt führte. Das heute 42 Meter hohe Tor zeigt auf der Innenseite die Wandmalerei des Schwäbischen Salzkaufmanns, die der Legende und dem Tor seinen Namen gab. Auf der Außenseite prangt das Bild des Drachentöters Sankt Georg, des Schutzpatrons Freiburgs. Im Inneren des Turms befindet sich seit 1969 die Zinnfigurenklause mit rund 9.000 handbemalten Zinnfiguren.

Alle Infos zum Schwabentor Freiburg

  • Das Schwabentor steht in der Altstadt von Freiburg im Breisgau am Übergang zum Schlossberg, an der höchsten Stelle der Innenstadt im Stadtteil Oberlinden.
  • Errichtet um 1250 als östliches Stadttor, im Mittelalter Obertor genannt, später nach der Legende des Schwäbischen Salzkaufmanns benannt.
  • Im Mittelpunkt steht der Torturm mit seinem markanten Glockentürmchen und der Wandmalerei des Salzkaufmanns auf der Innenseite, die seit dem 17. Jahrhundert immer wieder erneuert wurde.
  • Direkt am Tor verläuft die Salzstraße, einer der wichtigsten mittelalterlichen Handelswege durch den Schwarzwald, sowie die Straßenbahnlinie 1 und der Schwabentorsteg zum Schlossberg.
  • Im Inneren des Turms zeigt die 1969 eröffnete Zinnfigurenklause auf drei Stockwerken Dioramen mit etwa 9.000 handbemalten Zinnfiguren zu Ereignissen wie der Schlacht bei Sempach und den Bauernkriegen.

Geschichte des Schwabentor

Das Schwabentor entstand um 1250 als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung Freiburgs und war eines von ursprünglich vier oder fünf Stadttoren. Es lag in unmittelbarer Nähe zum ältesten bekannten Übergang über die Dreisam, einer hölzernen überdachten Brücke, die ein Kupferstich von Gregorius Sickinger 1589 dokumentiert. Vor dem Tor befanden sich ein Vortor mit Zugbrücke und ein größerer ummauerter Bereich mit Wehrgang. Bis 1547 war der Turm zur Stadtseite hin offen, dann wurde er mit einer steinernen Wand geschlossen. 1572 fügte man ein Treppentürmchen an. Im 17. Jahrhundert malte Mathäus Schwäri das Bild des Kaufmanns mit Fuhrwerk auf die Innenseite. Während des Festungsbaus unter Sébastien Le Prestre de Vauban ab 1678 wurden die meisten anderen Stadttore abgerissen. 1899 setzte Oberbürgermeister Otto Winterer eine Erhöhung des Turms durch, ausgeführt 1901 nach Plänen Carl Schäfers von 26 auf 60 Meter Höhe. 1954 kürzte man den Turm wieder auf 42 Meter und versah ihn mit einem Zeltdach und kleinem zwiebelförmigen Glockenturm. Zwischen 2012 und 2015 wurde das Schwabentor umfassend saniert.

Wandmalereien am Schwabentor

Die Innenseite des Schwabentors zeigt seit dem 17. Jahrhundert die Wandmalerei des Schwäbischen Salzkaufmanns mit seinem Fuhrwerk, ursprünglich ausgeführt von Mathäus Schwäri. Die Malerei wurde mehrfach erneuert: in der Barockzeit von Simon Göser, der auch den Totentanz im Alten Friedhof schuf, später von Dominik Weber 1850, Ernst Fey 1903 und Wilhelm Hanemann 1929. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgte eine weitere Überarbeitung. Auf der Außenseite zur Dreisam hin ist der heilige Georg als Drachentöter dargestellt, der Schutzpatron der Stadt Freiburg. Über der Tordurchfahrt sitzt zudem das Relief des Dornausziehers, eine Figur mit überschlagenen Beinen, die sich einen Dorn aus dem Fuß zieht und seit der Antike als Symbol für Sünde und Strafe gilt.

  • Schwäbischer Salzkaufmann: Innenseite, ab dem 17. Jahrhundert von Mathäus Schwäri ausgeführt, mehrfach erneuert.
  • Heiliger Georg: Außenseite zur Dreisam hin, zeigt den Schutzpatron Freiburgs als Drachentöter.

Zinnfigurenklause im Schwabentor

Im Turm des Schwabentors befindet sich seit 1969 die Zinnfigurenklause, ein privates Museum auf drei Stockwerken über der Tordurchfahrt. In Dioramen werden mit etwa 9.000 handbemalten Zinnfiguren historische Szenen aus dem süddeutschen Raum dargestellt, vor allem aus den Freiheitsbewegungen wie der Schlacht bei Sempach, den Bauernkriegen und der Revolution von 1848 sowie aus der Reformationszeit. Das Museum ist die einzige Möglichkeit, das Schwabentor von innen zu besichtigen, und zählt zu den ungewöhnlichsten Museen Freiburgs.

Kategorie

Ausstattung

  • Barrierefrei
  • Fahrradparkplätze
  • Kostenlose Parkplätze
  • Nähe zu öffentlichem Nahverkehr
  • Restaurants in der Nähe
  • Tierfreundlich
  • Unterkunft in der Nähe

Kontakt

Standort

Oberlinden 12, 79098 Freiburg im Breisgau, Deutschland

Aktuell geöffnet

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  • Local time

    11. August 2026 22:09

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