Das Historische Kaufhaus steht auf der Südseite des Münsterplatzes in der Freiburger Altstadt und gilt mit seiner dunkelroten Fassade, den beiden zinnenbekrönten Erkertürmen und den vier habsburgischen Kaiserstatuen als eines der prächtigsten Bauwerke der Stadt. Errichtet wurde es zwischen 1520 und 1532 durch den Münsterbaumeister Lienhart Müller aus Ettlingen als zentraler Sitz der städtischen Markt-, Zoll- und Finanzverwaltung. Heute dient das Gebäude als Veranstaltungsort mit dem Kaisersaal als prachtvollstem Innenraum, der bis zu 350 Gäste fasst. Direkt davor findet täglich außer sonntags der Münstermarkt statt.

Alle Infos zum Historischen Kaufhaus

  • Das Historische Kaufhaus steht auf der Südseite des Münsterplatzes direkt gegenüber dem Freiburger Münster, ein zentrales Element der Altstadt.
  • Errichtet wurde der spätgotische Bau zwischen 1520 und 1532 unter Münsterbaumeister Lienhart Müller als Erweiterung des bereits 1378 erwähnten ersten städtischen Kaufhauses in der Schusterstraße.
  • Im Mittelpunkt steht die dunkelrote Fassade mit den vier baldachingekrönten habsburgischen Kaiserstatuen, geschaffen 1530/31 vom Bildhauer Hans Sixt von Staufen.
  • Markant sind zwei zierliche, polygonale Erkertürme an den Gebäudeecken, die mit farbigen Ziegeln gedeckt und mit Wappen der habsburgischen Erblande geschmückt sind.
  • Im Inneren liegen Kaisersaal, Kaminsaal, Rokokosaal und der über 300 Quadratmeter große Innenhof, der für Veranstaltungen wie die Freiburger Weinkost genutzt wird.

Geschichte des Historischen Kaufhauses

Das erste städtische Kaufhaus Freiburgs wurde im 14. Jahrhundert in der Schusterstraße errichtet und 1378 erstmals urkundlich erwähnt. Ab 1520 begann der Bau des heutigen Gebäudes als Erweiterung zum Münsterplatz hin, der Bauabschluss wird auf 1532 datiert. Als Architekt gilt Lienhart Müller aus Ettlingen, einer der damals am Freiburger Münster tätigen Baumeister. 1530 und 1531 schuf der Bildhauer Hans Sixt von Staufen die habsburgischen Skulpturen und Wappen an der Fassade. 1550 wurde das Gebäude um einen Balkon ergänzt. Nach den Belagerungen Freiburgs 1714 und 1744 mussten Kriegsschäden beseitigt werden. 1814 erneuerte Simon Göser die Bemalung der Fassade. 1884 erfolgte eine historisierende Umgestaltung im Zeitgeschmack. Am 3. Oktober 1876 gab die Stadt im Kaisersaal ein Festbankett für Kaiser Wilhelm I., dem der Saal seinen heutigen Namen verdankt, nicht den dargestellten habsburgischen Herrschern. 1924 schuf Fritz Geiges die heutigen Glasgemälde im Kaisersaal.

Fassade und Architektur des Kaufhauses

Das Gebäude steht mit der Traufseite zum Münsterplatz und ist aus der Flucht der Nachbargebäude nach vorne gerückt, was die prächtige Fassade besonders zur Geltung bringt. Das Erdgeschoss öffnet sich in einer überwölbten Laube mit vier zum Münsterplatz weisenden und zwei seitlichen Arkaden, deren Rippengewölbe mit Wappen-Schlusssteinen verziert ist. Die vier baldachingekrönten Skulpturen zwischen den Fenstern des Obergeschosses zeigen Kaiser Maximilian I., dessen Sohn König Philipp den Schönen sowie dessen Söhne Kaiser Karl V. und König Ferdinand I. Unter den Fenstern der beiden Erker zeigen je fünf von der Ordenskette des Goldenen Vlieses umgebene Wappenfelder den kaiserlichen Doppeladler und die Wappen der habsburgischen Erblande. Ein hohes Dach mit zwei durch Schleppgauben belüfteten Speichergeschossen wird von Treppengiebeln eingefasst, die Entwässerung erfolgt über kupferne Wasserspeier in Form von Drachenköpfen.

  • Erkertürme: zwei polygonale Türme an den Gebäudeecken, mit farbigen Ziegeln gedeckt, mit Blendwasserspeiern und Habsburger Wappen verziert.
  • Kaiserstatuen: vier baldachingekrönte Skulpturen von Hans Sixt von Staufen, geschaffen 1530/31, zeigen Maximilian I., Philipp den Schönen, Karl V. und Ferdinand I.

Kaisersaal als Hauptraum

Das gesamte Obergeschoss nimmt der Kaisersaal ein, der heute als repräsentativer Veranstaltungsort dient und bis zu 350 Personen fasst. Er öffnet sich zum Münsterplatz in spätgotischen Vorhangbogenfenstern und wird von zwei kunstvoll gefassten Erkern flankiert. Die Stuckdecke mit ausgemalten Wappenfeldern wurde 1629/31 eingebracht und ruht auf mächtigen Eichensäulen. An den Wänden hängen Porträts habsburgischer Herrscher: Kaiser Franz I. mit Maria Theresia, Kaiser Joseph II. mit Isabella von Parma und Kaiser Franz II. An der Stirnwand zeigt ein großes Gemälde die Belagerung der Festung Freiburg 1714. Erschlossen wird der Saal über einen barocken Treppenaufgang im 1776 errichteten Redoutenhaus östlich des Hauptgebäudes.

Kategorie

Ausstattung

  • Barrierefrei
  • Fahrradparkplätze
  • Kostenlose Parkplätze
  • Nähe zu öffentlichem Nahverkehr
  • Restaurants in der Nähe
  • Unterkunft in der Nähe

Kontakt

Standort

Münsterplatz 24, 79098 Freiburg im Breisgau, Deutschland

Aktuell geöffnet

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    10. Juni 2026 04:59

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