Schauinslandbahn

Die Schauinslandbahn führt von Horben bei Freiburg in 20 Minuten auf den 1.284 Meter hohen Schauinsland und ist mit 3.600 Metern Streckenlänge die längste Umlaufseilbahn Deutschlands. Bei ihrer Eröffnung 1930 war sie die erste Großkabinen-Umlaufseilbahn der Welt und gilt bis heute als technikgeschichtliches Vorbild für alle modernen Kleingondelbahnen. Die Bahn überwindet 746 Höhenmeter und legt damit den Übergang vom Stadtgebiet Freiburgs in den Hochschwarzwald zurück. 37 schaffnerlose Kabinen mit je elf Plätzen befördern bis zu 700 Personen pro Stunde, jährlich nutzen rund 240.000 Fahrgäste die Bahn.

Alle Infos zur Schauinslandbahn

  • Die Talstation liegt im Bohrertal in Horben auf 473 Metern Höhe, etwa zehn Kilometer südöstlich der Freiburger Innenstadt, mit direkter Anbindung an Bus und Straßenbahn von Freiburg-Mitte.
  • Die Bergstation steht auf 1.220 Metern Höhe, wenige hundert Meter südwestlich des Schauinsland-Gipfels, mit Panoramaterrasse und direktem Zugang zu Wanderwegen, Roller- und Bikestrecken.
  • Sieben Stahlstützen tragen die Seile, die größte Spannweite zwischen zwei Stützen beträgt 734 Meter, die höchste Stütze misst 37,5 Meter.
  • Die Bergstation ist Ausgangspunkt für den Eugen-Keidel-Turm, das Museums-Bergwerk Schauinsland, den Schniederlihof und Europas längste Rollerstrecke mit acht Kilometern Länge von Mai bis November.
  • Die Bahn fährt mit 100 Prozent Ökostrom und ist damit eine klimafreundliche Alternative zur Auffahrt mit dem Auto über die Schauinslandstraße.

Geschichte der Schauinslandbahn

Die Idee einer Seilbahn auf den Schauinsland stammt von Professor Georg Benoit von der Technischen Hochschule Karlsruhe, der 1909 erste Pläne entwickelte und 1911 eine konkrete Projektstudie vorlegte. 1925 gründeten Freiburger Bürger und der Verkehrsverein die Schauinslandbahn-Studiengesellschaft, das überarbeitete Projekt wurde 1927 dem Finanzministerium in Karlsruhe vorgelegt und 1928 bewilligt. Die Grundsteinlegung für das 2,15 Millionen Reichsmark teure Projekt erfolgte im Mai 1929. Architekt Robert Mühlbach entwarf die Tal- und Bergstationen, die elektrische Ausrüstung lieferten die Siemens-Schuckertwerke. Am 17. Juli 1930 wurde die Bahn als erste Personenseilbahn der Welt nach dem Umlaufprinzip eröffnet. Bis 1969 übernahm die Stadt Freiburg alle Anteile, 1982 ging die Bahn in die Freiburger Verkehrs AG über. 1987 wurde der Betrieb nach 56 Jahren und über 12 Millionen Fahrgästen eingestellt, der 9 Millionen D-Mark teure Umbau wurde am 6. Dezember 1988 abgeschlossen.

Technik und Kabinen

Seit dem Umbau 1988 fahren 37 schaffnerlose Kabinen mit je elf Plätzen oder 825 Kilogramm Tragkraft über die Strecke, gestalterisch sind sie aus Denkmalschutzgründen den ursprünglichen Großraumkabinen von 1930 nachempfunden. Auf den Dächern befinden sich Photovoltaikmodule für die Lüftung. Die Bahn arbeitet mit dem Zweiseil-Umlaufprinzip: Vier Tragseile halten die Kabinen, zwei Zugseile bewegen sie kontinuierlich um die Strecke. 2013 wurde die Anlage erneut modernisiert, dabei wurden zwei Tragseile durch Seile mit integrierten Lichtwellenleitern für die Datenübertragung ersetzt und der Komfort beim Ein- und Ausstieg verbessert. 13 Seilbahn-Facharbeiter führen jährlich über 230 Wartungen und Sicherheitskontrollen durch.

  • Kabinen: 37 Stück, je elf Plätze, 825 kg Tragkraft, Photovoltaik auf dem Dach.
  • Förderleistung: bis zu 700 Personen pro Stunde und Richtung, Fahrzeit 20 Minuten.

Aktivitäten an der Bergstation

Direkt an der Bergstation öffnet sich ein Naherholungsgebiet mit zahlreichen Anschlussangeboten. Die Panoramaterrasse, fertiggestellt im Dezember 2020, bietet Blick auf Feldberg, Hochschwarzwald und an klaren Tagen auf die Alpen mit Eiger, Jungfrau und Mont Blanc. Von Mai bis November verläuft vom Gipfel Europas längste Rollerstrecke über acht Kilometer mit 750 Höhenmetern Gefälle bis zur Talstation. Mountainbiker nutzen die Bahn als Aufstiegshilfe und fahren über den Schauinsland-Bikepark zurück ins Tal. Im Winter sind Abfahrtsski, Langlauf und Rodeln möglich, ein Schlittenlift steht bei guter Schneelage zur Verfügung. Direkt unterhalb der Bergstation liegt der Startplatz für Gleitschirmflieger.

Kategorie

Ausstattung

  • Barrierefrei
  • Erste-Hilfe-Station
  • Fahrradparkplätze
  • Kostenlose Parkplätze
  • Nähe zu öffentlichem Nahverkehr
  • Restaurants in der Nähe
  • Restaurants vor Ort
  • Tierfreundlich
  • Unterkunft in der Nähe

Kontakt

Standort

Bohrerstraße 11, 79289 Horben, Deutschland

Geschlossen

09:00 - 17:00

  • Monday

    09:00 - 17:00
  • Tuesday

    09:00 - 17:00
  • Wednesday

    09:00 - 17:00
  • Thursday

    09:00 - 17:00
  • Friday

    09:00 - 17:00
  • Saturday

    09:00 - 17:00
  • Sunday

    09:00 - 17:00
  • Local time

    17. Mai 2026 17:03

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