Das Palais Thermal in Bad Wildbad ist eines der schönsten historischen Thermalbäder Europas und vereint maurische Architektur, Jugendstil und moderne Bädertechnik auf vier Ebenen. Auf rund 5.000 Quadratmetern verbinden sich zwölf Thermalpools im historischen Erdgeschoss mit einer großzügigen Saunalandschaft und einem Panorama-Sonnendeck mit Außenpool. Im Mittelpunkt steht die Maurische Halle mit 1,4 Millionen Mosaiksteinen, gotischen Spitzbögen und einer Glas-Eisen-Konstruktion als Überdachung. Das ursprüngliche Graf-Eberhard-Bad wurde 1839 bis 1847 von Hofbaumeister Nikolaus Friedrich von Thouret errichtet und 1995 nach umfassender Restaurierung als Palais Thermal wiedereröffnet. Eintritt ab 12 Jahren.
Alle Infos zum Palais Thermal
- Das Palais Thermal liegt direkt im Zentrum von Bad Wildbad im Nordschwarzwald, im Tal der Enz, mit eigener Tiefgarage und Blick auf den Sommerberg sowie die Sommerbergbahn.
- Der historische Badebereich im Erdgeschoss umfasst zwölf Thermalpools als Whirlpools, Massagebecken, Sprudelbecken, Bewegungs- und Kaltbecken, eingebettet in die maurische Halle und die jugendstilgeprägten Seitenräume.
- Eine vier Etagen umfassende Saunalandschaft mit acht Saunen ergänzt das Angebot, dazu kommt ein Panorama-Sonnendeck mit ganzjährig beheiztem Außenpool und Bergblick.
- Das Bad ist mit fünf Wellness Stars ausgezeichnet, der höchsten deutschen Auszeichnung im Wellnessbereich, und gilt als architektonisches Vorbild für das Friedrichsbad in Baden-Baden.
- Eintritt ab 12 Jahren, durchgehend an sieben Tagen pro Woche geöffnet, mit dem benachbarten Mokni’s Palais Hotel & SPA über einen Bademantelgang verbunden.
Becken im historischen Badebereich
Das Erdgeschoss des Palais Thermal ist die historisch gewachsene Badelandschaft mit zwölf Thermalpools, die alle mit Wildbader Thermalwasser gespeist werden. Die Becken tragen ihre historischen Namen aus der königlichen Zeit, sind heute aber gemischt nutzbar.
- Anzahl Becken: 12 Thermalpools, davon Whirlpools, Massagebecken, Sprudelbecken, Bewegungsbecken und Kaltbecken.
- Wassertemperaturen: zwischen 32 und 38 Grad in den Thermalpools, Kaltbecken um 18 Grad.
- Fürstenbäder: drei kleinste Becken im Stil der ehemaligen Privatbäder mit Platz für je 2 bis 4 Personen.
- Maurische Halle: Mittelpunkt des Bads mit 1,4 Millionen Mosaiksteinen, Marmorwänden, Spitzbogenarkaden und farbigem Glasdach.
- Bekleidung: im Erdgeschoss kann mit oder ohne Badebekleidung gebadet werden, freie Wahl pro Gast.
Saunalandschaft auf vier Ebenen
Die Saunalandschaft umfasst die oberen Etagen und das Dach des Palais Thermal mit insgesamt acht unterschiedlichen Saunen, ergänzt durch Dampfbäder, Tauchbecken und einen Außenpool unter freiem Himmel. Der Saunabereich wird vollständig textilfrei genutzt, große Saunatücher sind Pflicht.
- 4 finnische Saunen mit 75 bis 95 Grad Celsius.
- Meditationssauna mit niedrigerer Temperatur und gedämpftem Licht.
- Orientalische Eventsauna im Dachbereich mit Aufgüssen.
- Römisches Dampfbad und Tepidarium (Bio-Sauna) mit milderem Klima.
- Panorama-Sonnendeck: ganzjährig beheizter Thermalwasser-Außenpool bei 35 Grad, Sauna-Lounge, Liegebereiche mit Blick auf Bad Wildbad und den Sommerberg.
- Zusatzangebote: Wärmebänke, Tauchbecken, Schwall- und Massageduschen, Fürstenruhesuiten und Solarien.
Textilfrei oder mit Badebekleidung
Das Palais Thermal hat eine flexiblere Textilregelung als die meisten Thermen Deutschlands. Im historischen Badebereich bestimmt jeder Gast selbst, ob er mit oder ohne Badebekleidung baden möchte. In der Saunalandschaft hingegen gilt durchgängig Textilfreiheit.
- Erdgeschoss / Thermalbecken: Baden mit oder ohne Badebekleidung möglich, freie Wahl pro Gast.
- Saunalandschaft (1. bis 3. Stock): textilfrei, große Saunatücher Pflicht, Bademantel und Badeschuhe empfohlen.
- Sonnendeck und Außenpool im Saunabereich: wahlweise mit oder ohne Badebekleidung nutzbar.
- Außerhalb von Pools und Saunen ist das Bedecken mit Handtuch oder Bademantel erforderlich.
- Männer und Frauen baden gemischt, keine Geschlechtertrennung.
- Mindestalter: 12 Jahre.
Geschichte des Palais Thermal
Bereits im 14. Jahrhundert ließ Graf Eberhard II. von Württemberg an dieser Stelle ein Badehaus errichten. 1824 erließ König Wilhelm I. eine Kabinettsorder zur Erneuerung Wildbads, der Hofbaumeister Nikolaus Friedrich von Thouret legte 1837 Pläne für einen kompletten Neubau vor. Zwischen 1839 und 1847 entstand das Gebäude in seiner heutigen Grundform und erhielt um 1860 den Namen Graf-Eberhard-Bad. Mit der Eröffnung der Bahnstrecke Pforzheim-Wildbad erlebte das Bad zwischen 1850 und 1860 seine Blütezeit als europäisches Heilbad mit Gästen aus dem russischen Adel und deutschen Fürstenhäusern. Zwischen 1896 und 1901 erfolgte die sogenannte Maurisierung: Die großen Gemeinschaftsbäder wurden in kleinere Becken geteilt, Wände gekachelt und ornamental ausgemalt, der offene Innenhof zur maurischen Halle umgebaut und mit Glas-Eisen-Konstruktion überdacht. Nach Niedergang in der Nachkriegszeit wurde das Bad nach fünfjähriger Sanierung im November 1995 als Palais Thermal wiedereröffnet.