Der Münstermarkt findet täglich außer sonntags rund um das Freiburger Münster statt und gilt als der einzige Wochenmarkt Deutschlands mit sechs Markttagen pro Woche. Auf rund 10.000 Quadratmetern bieten je nach Wochentag zwischen 80 und 180 Beschicker frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Backwaren, Wein, Blumen und Kunsthandwerk an. Auf der Nordseite stehen die regionalen Direkterzeuger aus dem Markgräflerland, Kaiserstuhl und Schwarzwald, auf der Südseite Händler mit überregionaler Ware sowie Kunsthandwerk und Souvenirs. Kulinarisches Wahrzeichen ist die Lange Rote, eine 35 Zentimeter lange Bratwurst, die direkt am Stand gegrillt wird.
Alle Infos zum Münstermarkt Freiburg
- Der Münstermarkt findet täglich außer sonntags auf dem Münsterplatz rund um das Freiburger Münster statt, mitten in der Altstadt zwischen Historischem Kaufhaus, Wentzingerhaus und Alter Wache.
- Etwa 130 Beschicker bauen ihre Stände werktags auf, samstags wächst die Zahl auf bis zu 180 Stände, geöffnet ist montags bis freitags 07:30 bis 13:30 Uhr und samstags bis 14:00 Uhr.
- Im Mittelpunkt steht das Angebot regionaler Direkterzeuger auf der Nordseite mit Gemüse, Käse, Fleisch, Brot, Honig und badischem Wein, ergänzt durch Imbissstände mit der Langen Roten als Freiburger Spezialität.
- Auf der Südseite bieten Händler überregionale Ware, Keramik, Bürsten, Hüte und Souvenirs an, am Münsterhauptportal stehen die Blumen- und Pflanzenhändler als Übergang zwischen beiden Marktbereichen.
- An vielen Samstagen erklingt ab 11:30 Uhr eine kurze Orgelmatinée aus dem Münster zur Marktzeit, im Sommer findet zusätzlich die Freiburger Weinkost im Innenhof des Historischen Kaufhauses statt.
Geschichte des Münstermarkts
Der Marktbetrieb auf dem Münsterplatz reicht bis in das Mittelalter zurück. Mit der Stadtgründung Freiburgs 1120 durch Konrad von Zähringen erhielt die Siedlung das Marktrecht, der Münsterplatz entwickelte sich zum zentralen Handelsplatz. Im 16. Jahrhundert wurde der Markt durch das 1520 bis 1532 errichtete Historische Kaufhaus auf der Südseite institutionalisiert, das Sitz der städtischen Markt-, Zoll- und Finanzverwaltung war. Bis zur Einführung der modernen Markthalle 1855 fungierte der Münstermarkt als wichtigster Versorgungsmarkt der Stadt für Lebensmittel und Handelsgüter. Auch nach dem britischen Luftangriff vom 27. November 1944, der weite Teile der Altstadt zerstörte, das Münster aber weitgehend verschonte, fand der Markt weiter statt. Heute organisiert die FWTM Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH den Markt, mit eigenem Beschickerbüro und digitalem Übersichtsplan. Eine Modernisierung der Marktordnung erfolgte 2018, dabei wurde der Anteil regionaler Direkterzeuger gestärkt.
Stände und Produkte am Münstermarkt
Die rund 130 Stände gliedern sich klar nach Funktion und Position. Auf der Nordseite, dem Bauernmarkt, verkaufen Direkterzeuger aus dem Breisgau, Markgräflerland, Kaiserstuhl und Schwarzwald frisches Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Käse, Brot, Backwaren, Honig und Imkereiprodukte sowie badischen Wein. Imbissstände mit der Langen Roten, knusprigen Pommes, veganen Tofusnacks und frischem Kaffee verteilen sich ebenfalls auf der Nordseite. Auf der Südseite bieten Händler Zitrusfrüchte, überregionale Gemüsesorten, Feinkost, Keramik, Bürsten, Hüte sowie Kunsthandwerk an. Am Münsterhauptportal liegt der Blumen- und Pflanzenbereich. Der Markt versteht sich heute zudem als größter Unverpacktladen der Region, da viele Direkterzeuger ohne Verpackungen verkaufen.
- Nordseite: Direkterzeuger mit Obst, Gemüse, Fleisch, Käse, Brot, Honig und Imbissständen mit Langer Roter.
- Südseite: überregionale Händler mit Zitrusfrüchten, Feinkost, Keramik, Bürsten und Kunsthandwerk.
Lange Rote als Freiburger Spezialität
Die Lange Rote ist die kulinarische Ikone des Münstermarkts und mit einer Länge von 35 Zentimetern deutlich länger als eine herkömmliche Bratwurst. Sie wird auf der Nordseite des Münsterplatzes direkt am Stand gegrillt und in einem deutlich kürzeren Brötchen serviert, sodass die Wurst auf beiden Seiten überhängt. Wahlweise wird sie mit oder ohne gehackte Zwiebeln gereicht, dazu Senf oder Ketchup. Die Marktwurst wird seit Jahrzehnten von mehreren Wurstständen am Münsterplatz angeboten, der bekannteste ist Meier’s Wurststand. Vor allem samstags bilden sich vor den Bratwurstständen lange Schlangen, die Lange Rote gilt als Pflichtprogramm für Touristen und Einheimische gleichermaßen.