Die Hochburg bei Emmendingen ist eine der größten Burgruinen am Oberrhein und nach dem Heidelberger Schloss und der Burg Rötteln die drittgrößte Burganlage in Baden. Auf einem 343 Meter hohen Felssporn am Rand des Schwarzwalds gelegen, lässt sich die weitläufige Festungsanlage frei und ohne Eintritt erkunden. Besucher streifen durch Kasematten, Kellergewölbe, die Burgkapelle, über die steile Reittreppe zur Oberburg und genießen vom höchsten Punkt einen weiten Ausblick über die Rheinebene, den Kaiserstuhl und die Vogesen. Im Sommerhalbjahr lockt zusätzlich das kleine Museum mit Funden aus der Burggeschichte, eine Vesperhütte versorgt Wanderer und Tagesgäste mit regionalen Speisen. Jährlich im Sommer findet das beliebte Hochburgfest statt.
Alle Infos zur Hochburg Emmendingen
- Die Hochburg liegt im Ortsteil Windenreute der Stadt Emmendingen, etwa viereinhalb Kilometer östlich des Stadtzentrums auf 343 Meter Höhe am Rand des Schwarzwalds.
- Erbaut wurde die ursprüngliche Burganlage im 11. Jahrhundert, vermutlich durch Dietrich von Hachberg, im 16. Jahrhundert unter Markgraf Karl II. von Baden-Durlach zur Festung und zum Renaissance-Schloss ausgebaut.
- Die Burganlage erstreckt sich über mehrere Ebenen mit Vorburg, Unterburg und Oberburg, ergänzt durch ein weitläufiges Festungssystem mit Wällen, Gräben und Außenwerken im umliegenden Hornwald.
- Das Gelände ist ganzjährig frei zugänglich, ohne Eintritt zu erkunden, ein kleines Museum, eine Vesperhütte und ein Kiosk sind im Sommerhalbjahr geöffnet.
- Veranstaltungen wie das jährliche Hochburgfest, mittelalterliche Feste und Sonderführungen ergänzen das Programm, der Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg ist seit 1971 für die Pflege zuständig.
Erkundung der Burgruine

Die Hochburg ist eines der wenigen Ausflugsziele in Baden, das in voller Größe frei zu Fuß erkundet werden kann. Wer das gesamte Gelände durchstreift, braucht zwischen einer und drei Stunden und entdeckt auf eigene Faust Mauerreste, Räume, Treppen und Aussichtspunkte aus sechs Jahrhunderten Burgenbau.
- Vorburg und Tore: gestaffelter Zugang mit ehemaligen Toranlagen und Wehrmauern.
- Unterburg: Schmiede, ehemaliges Gefängnis, Wirtschaftsgebäude, Kasematten.
- Reittreppe zur Oberburg: steile, kunstvoll angelegte Treppe für Pferde, einer der eindrucksvollsten Bauteile.
- Oberburg: Burgkapelle, Reste des runden Bergfrieds, Wohngebäude und Festsäle.
- Kasematten: unterirdische Gänge und Räume für Verteidigung und Vorratshaltung.
- Aussichtspunkte: vom höchsten Punkt Blick über Rheinebene, Kaiserstuhl, Vogesen und die höchsten Gipfel des Schwarzwalds.
- Tafeln und Hinweisschilder: erläutern die wichtigsten Bauteile und ihre Funktion.
- Eintritt frei, ganzjährig zugänglich, festes Schuhwerk empfohlen.
Museum auf der Hochburg
Im Inneren der Burg betreibt der Verein zur Erhaltung der Ruine Hochburg ein kleines Museum, das die wichtigsten archäologischen Funde und die Burggeschichte zeigt. Untergebracht ist es im Bereich des ehemaligen Brunnens, der im 14. Jahrhundert vertieft und überwölbt wurde.
- Exponate: archäologische Fundstücke aus dem Burgareal, präsentiert in vier Themenvitrinen und einer Küchenecke.
- Geschichtsvitrine: Übersicht zur Entwicklung der Burg und ihrer Besitzer von den Markgrafen von Hachberg bis zum endgültigen Verfall 1689.
- Standort: ehemaliger Brunnenraum aus dem 14. Jahrhundert.
- Öffnungszeiten: Sommermonate, Sonntag 13:00 – 17:00 Uhr.
- Eintritt: kostenlos.
Vesperhütte und Bewirtung
Direkt auf dem Burggelände betreibt der Hochburgverein eine Vesperhütte, die Wanderer, Familien und Tagesgäste mit regionalen Speisen versorgt. Daneben gibt es einen Kiosk, an dem kleine Snacks und Getränke verkauft werden.
- Vesperhütte: Bewirtung mit Vesperplatten, kleinen Speisen und Getränken.
- Öffnungszeiten: April bis November, samstags, sonntags und an Feiertagen 12:00 – 17:00 Uhr.
- Kiosk: kleinere Auswahl an Snacks und Getränken auf dem Burggelände.
- Picknick: außerhalb der Burgmauern, zahlreiche Bänke rund um die Anlage.
- Sitzgelegenheiten: schattige Plätze im Burgbereich und an den Außenmauern.
Vesperplatten und Hauptgerichte in der Vesperhütte bewegen sich meist im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Eurobereich.
Hochburgfest und Veranstaltungen
Höhepunkt im Jahresprogramm ist das Hochburgfest, ein über Jahre gewachsenes Sommerfest mit mittelalterlichem Flair, Musik und Bewirtung. Daneben finden über das Jahr verteilt mittelalterliche Märkte, Sonderführungen und Konzerte statt.
- Hochburgfest: jährliches Sommerfest mit Live-Musik, mittelalterlichen Ständen, Speisen und Getränken auf dem Burggelände.
- Mittelalterliche Feste: gelegentliche Sondertage mit Schaukämpfen, Handwerkern und Mitmachstationen.
- Führungen: thematische Führungen durch den Hochburgverein nach Voranmeldung.
- Konzerte und Lesungen: im Innenbereich der Burg bei besonderen Anlässen.
- 3D-Modell: digitales Modell der Hochburg auf der Webseite der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, kostenfrei online begehbar.
Der Eintritt zum Hochburgfest variiert je nach Programm und liegt meist im einstelligen Eurobereich, viele Veranstaltungen sind kostenlos zugänglich.
Wandern und Anfahrt
Die Hochburg liegt mitten in einem beliebten Wandergebiet zwischen Emmendingen, Sexau und dem Kaiserstuhl. Mehrere Wanderwege führen direkt zur Burg, die Anfahrt mit dem Auto ist über eine asphaltierte Zufahrtsstraße möglich.
- Wanderung von Emmendingen: Aufstieg über den Hornwald, je nach Route 60 bis 90 Minuten.
- Wanderung von Sexau: kürzerer Aufstieg ab Sexau-Hof, ca. 30 bis 45 Minuten.
- Markgrafenweg: Fernwanderweg, der direkt am Schloss vorbeiführt.
- Anfahrt mit dem Auto: über Emmendingen Richtung Sexau und Windenreute, kostenlose Parkplätze in der Nähe der Burg.
- ÖPNV: Bahnhof Emmendingen mit Anschluss von Freiburg und Offenburg, von dort Bus oder Wanderweg.
- Familienfreundlich: für Kinder besonders attraktiv durch die freie Erkundung und großen Spielraum auf dem Gelände.