Eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke Deutschlands und Wahrzeichen Freiburgs: Das Freiburger Münster aus rotem Sandstein erhebt sich mit seinem 116 Meter hohen Westturm über die Altstadt. Es zählt zu den wenigen gotischen Großkirchen, die bereits im Mittelalter vollendet wurden, und überstand die Bombardierung Freiburgs am 27. November 1944 nahezu unbeschädigt. Im Inneren befinden sich Altäre von Hans Baldung Grien und Hans Holbein dem Jüngeren sowie ein Geläut aus 19 Glocken. Seit 1827 ist das Münster Kathedrale des Erzbistums Freiburg.

Alle Infos zum Freiburger Münster

  • Das Freiburger Münster steht im Zentrum der Altstadt am Münsterplatz, dem täglichen Schauplatz des Münstermarkts (außer Sonn- und Feiertage).
  • Der Bau begann um 1200 unter Berthold V. von Zähringen, finanziert durch Spenden, Handel und den Silberbergbau aus dem Schwarzwald, und wurde 1513 mit der Weihe von Hochchor und Hauptaltar vollendet.
  • Im Mittelpunkt steht der 116 Meter hohe Westturm mit dem ersten vollständig durchbrochenen Maßwerkhelm der gotischen Architekturgeschichte, vom Kunsthistoriker Jacob Burckhardt 1869 als „schönster Turm auf Erden“ bezeichnet.
  • Das Bauwerk vereint drei Stilepochen: spätromanisches Querhaus mit Hahnenturm, hochgotisches Langhaus aus dem 13. Jahrhundert und spätgotischen Chor mit Kapellenkranz aus dem 14. bis 16. Jahrhundert.
  • Im Inneren befinden sich der Hochaltar von Hans Baldung Grien (1512 bis 1516), die Hosanna-Glocke von 1258, eine vierteilige Orgelanlage und 11 Chorkapellen mit weiteren Altären.

Geschichte des Freiburger Münsters

Der Bau begann um 1200 unter Herzog Berthold V. von Zähringen als Stadtpfarrkirche, errichtet auf den Fundamenten einer älteren romanischen Kirche. Nach dem Tod Bertholds 1218 wandten sich die Baumeister vom romanischen Vorbild des Basler Münsters ab und orientierten sich am Straßburger Münster und damit der Gotik. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurden Langhaus und unterer Westturm im gotischen Stil fertiggestellt, der Glockenstuhl entstand 1290 bis 1291. Zwischen 1280 und 1330 schufen mehrere Bildhauergruppen die Skulpturen am Westturm. Um 1300 änderten die Baumeister die Planung und setzten den durchbrochenen Maßwerkhelm um, der bis etwa 1330 vollendet wurde. Der Bau des spätgotischen Chors zog sich bis 1513. Am 21. Juli 1827 wurde das Münster zur Kathedrale des neu gegründeten Erzbistums Freiburg erhoben. 1890 entstand der Münsterbauverein zur Sanierung des Bauwerks. 2018 wurde nach 200.000 Arbeitsstunden die Renovierung des Turmhelms abgeschlossen.

Westturm und Aussichtsplattform

Der Westturm erhebt sich auf einem fast quadratischen, blockhaften Unterbau und geht über eine zwölfeckige Sterngalerie in einen achteckigen Aufbau über, der in den filigranen Maßwerkhelm mündet. Die Proportionen des Turms folgen dem Goldenen Schnitt: Die Höhe des Turmhelms verhält sich zur Gesamthöhe wie der untere Teil zur Höhe von Unterbau und Oktogon. Der Aufstieg führt über 209 Stufen zur Türmerstube auf 50 Metern Höhe, wo die Eintrittskarten ausgegeben werden. Hier befindet sich auch eine Turmuhr von Jean-Baptiste Schwilgué aus dem Jahr 1851. 33 weitere Stufen führen zur Glockenstube mit 18 der 19 Glocken, weitere 56 Stufen zur Turmplattform mit Blick in den durchbrochenen Maßwerkhelm. Die oberste Galerie auf 70 Metern Höhe ist über 126 zusätzliche Stufen erreichbar und im Winter bei Schnee und Eis geschlossen.

  • Westturm: 116 Meter Höhe, 333 Stufen bis zur Galerie, einziger im Mittelalter vollendeter durchbrochener Maßwerkhelm der Gotik.
  • Glockenstuhl: 1290 bis 1291 aus Tannenholz errichtet, 18 Meter hoch, zu 80 Prozent original erhalten.

Hochaltar von Hans Baldung Grien

Im Hochchor steht der Flügelaltar von Hans Baldung Grien, gemalt zwischen 1512 und 1516 als bedeutendstes Werk der oberrheinischen Spätgotik. In der Weihnachtszeit zeigt der Altar vier Tafeln mit Mariä Verkündigung, Heimsuchung, Geburt Christi und Flucht nach Ägypten. In der übrigen Zeit ist als Mittelbild die Krönung Mariens zu sehen, umgeben von zwölf Aposteln auf den Klappflügeln, mit Petrus und Paulus im Vordergrund. Auf der Rückseite, nur vom Kapellenkranz aus sichtbar, ist die Kreuzigung Christi gemalt, in der sich Hans Baldung selbst als einer der Knechte porträtierte. In der Fastenzeit verhüllt seit 2003 wieder das Fastentuch von François Arparel aus den Jahren 1611/1612 den Altar.

Kategorie

Ausstattung

  • Barrierefrei
  • Fahrradparkplätze
  • Kostenlose Parkplätze
  • Nähe zu öffentlichem Nahverkehr
  • Restaurants in der Nähe
  • Unterkunft in der Nähe

Kontakt

Standort

Münsterplatz 1, 79098 Freiburg im Breisgau, Deutschland

Geschlossen

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    16. Mai 2026 19:01

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